Aug 22, 2017

Ist schlank gleich essgestört?

by Conny | Ernährung | 2Comments

Comments

  1. Ich folge Dir nun schon ein paar Jahre, anfangs auch ohne Abo, weil ich mich nicht überall anmelden wollte…für mich warst/bist Du einfach godmode, Körper wie gemeißelt etc.! Nun „lernt man Dich immer besser kennen“ und sieht, dass da ein Mensch aus Fleisch und Blut seine Ansichten lebt, wächst und gedeiht. Das macht Mut weiter dranzubleiben, Ziele können erreicht werden, wenn man bereit dafür ist. Dann sind die Grenzen eigentlich grenzenlos! Danke dafür!

  2. Viel Hobbysportlerinnen verwechseln da etwas. Natürlich musst Du, Cornelia, möglichst immer shredded sein, denn damit verdienst Du Dein Geld. Nicht shredded = keine Shootings, keine Videos. Das ist sicher ganz schwierig und vermutlich auch nicht unbedingt gesund. Aber das trifft auf viele andere Berufe auch zu. Die Arbeit im Büro/am Schreibtisch ist ebenfalls extrem ungesund (z.B. Rückenschäden durch das viele Sitzen, Augenschäden durch Bildschirmarbeit), dennoch müssen viele Menschen damit ihre Brötchen verdienen.
    Als Hobbysportlerin muss man aber nicht seine Gesundheit riskieren. Da genügt es doch völlig, in der Freibadsaison shredded zu sein, wenn man dieses Ideal anstrebt. Und wenn hier und da ein Pölsterchen ist, macht es auch nichts. Wir können doch nicht alle Fitnessmodels sein. Liebe Frauen: macht Euch endlich frei davon, immer perfekt aussehen zu müssen! Habt Spaß und gute Laune, trainiert und ernährt Euch gesund, fühlt Euch rundum wohl – das ist es, was wirklich attraktiv macht. Ein Körper, der – abgesehen von riesigen Brüsten – kein Gramm Fett aufweist, ist f*ckbar (eine Kategorie männlichen Denkens), aber nicht zwingend attraktiv, sympathisch oder liebenswert. Letzteres möchte ich den Fitnessmodels nicht absprechen! Ich möchte nicht polarisieren. Aber ich möchte dass es Euch gut geht. Vielen Frauen geht es aber richtig schlecht, weil sie unerreichbaren Idealen hinterherrennen. Schon als kleine Kinder haben sie gelernt, immer fleißig, strebsam, und schnuckelig-süß sein zu müssen, um zu gefallen. Dreckverschmierte Raufbolde sind bei Mädchen die Ausnahme, weil das nicht mädchenhaft ist. Das ist immer noch tief in uns drin! Später müssen wir dann Karriere machen, gleichzeitig Kinder großziehen, den Haushalt perfekt im Griff haben, unsere Eltern pflegen und eine perfekt aussehende Ehefrau sein, die möglichst häufig Lust hat. Das vermittelst Du hier auch, Cornelia. Es ist aber doch so: der Tag hat für ALLE 24 Stunden. Wer in einen Bereich viel Zeut investiert, hat weniger Zeit für einen anderen. Man kann Karriere machen, muss aber dann bei Kindern und Haushalt Zeit einsparen. Oder man investiert in die Kinder, muss aber dann bei der Kariere mit kleinen Schritten zufrieden sein. Keine der beiden Varianten ist dabei besser oder schlechter als die andere. Es sind einfach zwei von vielen Möglichkeiten des Zeitmanagements. Oder – das ist leider eine Variante, die viel wählen – man rennt allem hinterher, kennt keine Pausen und saust in den Burnout. Ladies, harte Arbeit ist toll – aber nicht auf Kosten der Gesundheit. Achtet auf Euch, gönnt Euch auch Pausen und macht, was Euch gut tut!

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